OHRAKUPUNKTUR
Bei der Ohrakupunktur werden drucksensible und elektrisch messbare Punkte der Ohrmuschel sowohl zur Diagnose als auch zur Behandlung mechanisch und elektrisch gereizt. Die Ohrakupunktur setzt voraus, dass das Schema des menschlichen Körpers auf der Ohrmuschel abgebildet ist: Kopfüber und in Hochstellung, ähnlich wie ein Embryo im Mutterleib. Den einzelnen Körperpartien sind nun 108 verschiedene Punkte an der Ohrmuschel zugeordnet, so dass der ganze Körper über die Ohrmuschel behandelt werden kann; die entsprechenden Ohrpunkte werden dabei mit einem speziellen Drucktastgerät aufgespürt. Pro Sitzung werden nur drei bis vier Nadeln gestochen, die 20 Minuten am Ort belassen werden (Wiederholung im Abstand von wenigen Tagen). Alternativ können aber auch metallene Druckkügelchen verwendet werden
Das Wirkungsprinzip:
Der Stichreiz wird auf reflektorischem Wege durch ein nervliches Zwischenglied zum Sympathikusnerv weitergeleitet und setzt dort entsprechende Impulse.
Anwendungsgebiete:
Die Ohrakupunktur wird eingesetzt bei Schmerzen und Verspannungen, nach Knochenbrüchen, Verletzungen und Operationen, aber auch bei rheumatischen Beschwerden, Nerven- und Phantomschmerzen; oft hilft sie auch bei Durchblutungsstörungen und vegetativen Dysregulationen.
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